Podcast - viel mehr als nur im Studio hocken
Ich hätte nie gedacht, wie vielfältig die Arbeit an einem Podcast sein kann. Klar, jeder denkt an die Aufnahme, das Script, vielleicht noch ans Töne schneiden. Aber wie viel noch hinter einem fertigen Podcast steckt, das ist von außen kaum sichtbar.
Auf diese Station in meinem Volontariat hatte ich mich sehr gefreut. Besonders weil gerade ein neuer True Crime-Podcast von der WAZ und vier NRW-Lokalradios in den Startlöchern stand und ich die Chance hatte, daran mitzuwirken. Ich war schwer beeindruckt, als Podcast-Redakteurin Anja Wölker mir zu Beginn ihre zahlreichen Übersichten, Pläne und Notizen zu den Folgen zeigte – da nicht den Überblick zu verlieren, muss echt nicht leicht sein. So viel muss man im Auge behalten: Script, Social Media, Vermarktung, Rechtliches, Artikel, Trailerproduktion, Musik… uff.
Da ich auch beim Thyssenkrupp- und beim BVB-Podcast mithelfen durfte, konnte ich viele verschiedene Aufgaben übernehmen: Vom Schreiben einer Pressemitteilung oder eines Artikels über das Drehen von Reels bis hin zum Schneiden der Töne. Für die Fußball-Podcasts durfte ich einen Blick auf die Zahlen werfen, beim True Crime-Podcast durfte ich meinen Senf zur Musik dazugeben. Am meisten Spaß gemacht hat mir das eigene Einsprechen (z. B. von Werbung) und das Schneiden der Folgen und des Trailers. Auch bei der Neubespielung des Instagram-Kanals durfte ich viele Ideen zur Content-Strategie einbringen und umsetzen.
Super interessant waren außerdem die Einblicke in die Aufnahmen selbst. Bei allen drei Podcasts durfte ich im Studio mit dabei sein und sehen, was alles an Technik hinter dem Ganzen steckt, damit Ton und manchmal auch Bild am Ende super sind (bitte fragt mich trotzdem nicht, wofür die ganzen bunten Knöpfe sind). Für die Aufnahmen gingen nicht selten einige Stunden, manchmal sogar Tage drauf.
Als der True Crime-Podcast veröffentlicht wurde, war ich leider schon in einer anderen Station. Nichtsdestotrotz habe ich dem sehr entgegengefiebert und muss sagen, ich war auch selbst stolz auf das, was das Team da geschafft hat – nicht nur, weil ich nun weiß, wie viel Aufwand hinter so einer Produktion steckt. Denn am Ende war’s viel weniger ‚im Studio hocken‘ und viel mehr: planen, korrigieren, schneiden, posten – und zwischendurch tief durchatmen.
https://www.waz.de/podcast/was-geschah-mit/